24/04/2009 07:58 Publié dans Sonntagszeitung Kolumne | Lien permanent | Commentaires (2)

Lieber Kaspar Villiger

Lieber Kaspar Villiger,

 

Wenn ich Ihr Bild in der Presse sehe, fühle ich mich als Schweizer existentiell herausgefordert. Sind wir wirklich soweit gekommen ? Gibt’s keinen Jüngeren, Besseren, Aussergewöhnlicheren für das Präsidium der UBS ? Und ich komme zum Schluss: nein, eben gerade nicht. Wäre jetzt Krieg, wir würden einen wie Sie zum General machen. Aber eben: Ihr Gesicht und alle Ihre persönlichen Qualitäten erinnern uns fatal daran -  und das tut weh -  dass wir halt doch nicht so aussergewöhnlich sind, wie wir immer denken :  Sie inkarnieren – leider - Swissness at its best, Sie sind Gewöhnlichkeit, Langweiligkeit und Gemütlichkeit in einem. Auf sehr hohem Niveau zwar, aber eben doch so, dass es zum Verzweifeln ist. Charismatische Leadertypen kommen entweder aus dem Ausland oder bleiben im Ausland (Hayek, Maucher, Marchionne, Brabeck, Ackermann, etc.) oder sie werden bei uns brutal zurückgestuft (Escher, Bringolf, Blocher, Bodenmann u.a.). Wir sind und wollen so sein : solid, pünktlich, verlässlich, und vor allem unaufgeregt und moderat. Ein bisschen velofahren, ein wenig Trompete blasen, ok. Aber alles in allem eher Sackmesser als Rakete, eher Pfadfinder als Rambo. Die Schweizer, halt immer ein bisschen Villiger. Und weil das wahr ist, machen wir eine Grimasse, wenn  wir an Sie denken.

Commentaires

Ralph Krüger pour présider l'UBS, et au pas les cols blancs...

Écrit par : Maximus | 24/04/2009

Herr Rothenbühler sieht sich gerne als intelligenter Intellektueller, in der Sendung ZISCHTIGSCLUB vom 23.11.2010 hat er sich jedoch als unverblümter Rassist geoutet, er konnte nicht genug auf Herr Lumengo herumhacken. Mein Vorschlag: Herr Rothenbühler verlegt seinen Wohnsitz für 5 Jahre nach Angola und berichtet nachher, wie er sich da zurecht gefunden hat. Ohne Geld aus der Schweiz. Wetten dass er sehr anders denken wird.

Écrit par : Armando | 23/11/2010

Les commentaires sont fermés.