03/02/2010

Roland Nef à la télévision

Standard

«Rechthaberisch, uneinsichtig, tragisch»

Von Samuel Reber. Aktualisiert um 07:30 Uhr

Ex-Armeechef Roland Nef brach nach langer Zeit sein Schweigen. Das hätte er besser bleiben lassen, sagt der langjährige Chefredaktor Peter Rothenbühler. Und nennt mehrere Gründe.

War es eine kluge Idee, nach einer langen Phase des Schweigens wieder öffentlich aufzutreten?
Nein, das hätte er besser nicht gemacht. Er will nicht mehr eine öffentliche Person sein, sagt er. Spricht dann aber eine Stunde lang mit dem besten und hartnäckigsten Interviewer der Schweiz, Markus Gilli, am Fernsehen. Zwei Sendungen mit Gilli und die graueste Maus ist berühmt. Was will er wirklich?

Er sagte mehrmals, es gehe ihm und seiner Familie sehr gut, er habe sich gefangen. Hätte er es nicht dabei belassen sollen?
Ja, aber er sagt dauernd, wie er die Sachen gerne sähe, man merkt aber, dass da ein Verzweifelter spricht, der völlig verloren ist und keinen Schritt vorwärts gemacht hat. Tragisch. Ich habe erwartet, dass er erst wieder an die Öffentlichkeit geht, wenn er positive Nachrichten zu seiner Situation bringen kann, zum Beispiel, dass er irgendwo diskret gute Arbeit leistet, meinetwegen als Magaziner oder Chauffeur oder Entwicklungshelfer, aber auf jeden Fall sollte er endlich das neue Leben, von dem er dauernd spricht, anfangen, aktiv.

Oder war das vor allem eine Bewerbungsoffensive? Wenn ja, denken Sie, dass er dank diesem Auftritt Angebote erhalten wird?
Das Gegenteil ist der Fall. Viele haben ihn vergessen, jetzt weiss man wieder, wer Nef ist und was ihm vorgeworfen wurde. Der Mann hat sein Recht auf Vergessen preisgegeben. Und er wird sich in Konflikten wieder uneinsichtig zeigen. Im Klartext: So einen Mann will niemand in verantwortungsvollen Positionen.

Würden Sie ihn im Bereich Logistik oder Sicherheit anstellen?
Warum nicht? Einfach nicht in leitender Stellung.

Wie wirkte er als Person mit seiner Gestik und Rhetorik auf Sie?
Rechthaberisch, uneinsichtig, wie alle unsicheren Persönlichkeiten.

Er machte das Angebot, sich öffentlich von einem Psychiater untersuchen zu lassen. Würden Sie ihm raten, dies in die Realität umzusetzen und die Diagnose zu veröffentlichen?
Nein, auch das würde ich ihm nicht empfehlen, er soll, wenn er schon auspacken will, genau sagen, was wirklich war mit der Ex-Freundin.

Nef stellte sich als Opfer von Medien, Justiz und Politik dar. Wurde er in Ihren Augen tatsächlich von den Medien «geschlachtet», wie er sagte?
Nein. Die Medienkampagne war nur das Resultat der Verwedelungs- und der Wegschaupolitik von Bundesrat Samuel Schmid. Medien reagieren auf nichts so brutal wie auf Lüge und Verschleierung. Ich erinnere mich genau, wie vorsichtig die «SonntagsZeitung» den Fall Nef angegangen ist, wie Chefredaktor Andreas Durisch dem VSB und Samuel Schmid Gesprächsangebote zur Klärung des Falls gemacht hat, auf die nicht eingegangen wurde.

Ist er ein Opfer der SVP geworden, die sich für die Blocher-Abwahl an Schmid rächen wollte?
Die SVP steckt nicht hinter der «SonntagsZeitung», soviel ich weiss. Aber als die Sache einmal lanciert war, hatte die SVP keinen Grund, die Fehler Schmids in der Bewältigung der Nef-Krise zu ignorieren. Nef sieht überall Täter, sich selbst sieht er als Opfer. Tragisch, wie gesagt.

Nef überlegt sich, ein Buch über seinen Fall zu veröffentlichen. Eine gute Idee?
Hey, wen interessiert das heute? Der Mann hat gar nicht gecheckt, dass er nicht mehr interessiert, denn Schmid ist weg - und er ist auch weg vom Fenster. Das Buch würde ein Flop werden, also nochmals eine Niederlage für den Mann, der sich endlich anderem zuwenden sollte. Ausserdem will er ja die spannenden Sachen, also Sex and Crime, nicht drin haben.

Was wünschen oder raten Sie Herrn Nef für die Zukunft?
Viel Glück, eine verständnisvolle Familie, sehr schnell einen Job. Und vielleicht einen guten Medienberater. ()

Erstellt: 02.02.2010, 13:24 Uhr

02/02/2010

On ne siffle plus

On ne siffle plus

On ne chante plus et on ne siffle plus dans les rues. Celui qui chante ou siffle une petite mélodie en marchant sur le trottoir se fait prendre pour un doux dingue. Je me rappelle que, jeune, j’avais l’habitude de siffler des mélodies partout, même dans les corridors de l’entreprise où je travaillais. Mais, aujourd’hui, plus personne ne siffle, même pas les enfants. En revanche, toujours plus de gens portent des oreillettes et même de véritables casques reliés à leur iPod ou MP3 pour écouter de la musique en allant au travail. Ces gens sont muets, secouent de temps en temps la tête, et personne ne les prend pour des fous. Il paraît que les esclaves des plantations ne sifflaient jamais, ils chantaient et disaient: «C’est l’homme libre qui siffle.» Sommes-nous devenus les esclaves des MP3. 

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Glaciers

Vous vous rappelez tous ces articles spectaculaires qui annonçaient la fin des grands glaciers d’ici à 2035, due au réchauffement climatique général? Maintenant, on apprend que ces pronostics qui servaient de base à la Conférence de Copenhague, par exemple, sont largement exagérés. Le glaciologue indien responsable des recherches avoue avoir corrigé ses évaluations: il voulait parler de la disparition des petits glaciers seulement. Mais son message n’a pas été envoyé au bon endroit. Pourquoi a-t-il si honteusement exagéré dans un premier temps: c’était le meilleur moyen d’obtenir de nouveaux crédits de recherche de la part des politiciens. C’est un peu comme pour la pandémie de grippe A. Il y a des alarmes qui développent leur propre dynamique, sans relation avec la réalité, juste parce qu’elles donnent du «grain à moudre» à beaucoup de groupes d’intérêt, des scientifiques, des industries, des fonctionnaires, des partis, etc.

Fumoirs en Valais

A quoi servent les lois quand les autorités ne font rien pour les faire respecter? J’ai passé un week-end en Valais. Dans le bar d’un hôtel, j’ai vu des cendriers sur le zinc et sur toutes les tables et des clients qui fumaient comme si de rien n’était. Je me suis renseigné pourquoi c’était possible. «Parce que personne ne contrôle, personne n’intervient, même si on est dénoncé par un client.»

 

Droit de savoir

Un nouveau-né a été déposé vendredi soir dans le «guichet à bébé» d’Einsiedeln. On nous raconte – comme si de rien n’était – que le bébé va bien et que, sauf réclamation de la part de sa mère, il sera confié à des parents adoptifs. Le guichet a été installé pour offrir à des jeunes femmes désespérées une alternative à l’éventuelle élimination du bébé. C’est sûrement dans l’intérêt du bébé et de sa mère. Mais les deux ont aussi un intérêt et un droit légitime à ne pas rester séparés. On devrait inscrire dans la loi une obligation de chercher et identifier la mère, de l’aider et de lui offrir une situation qui permettrait au bébé de grandir avec sa maman. Ou au moins de connaître son origine. C’est un droit fondamental.