28/04/2010

Schweizerdeutsch -débat télévisé

Les Romands devraient-ils apprendre le Schwyzerdütsch?
Un débat intéressant auquel j'ai participé a été diffusé par la télévision alémanique mardi soir.
Si le sujet vous intéresse, vous pouvez le visionner le sur le site du Schweizer Fernsehen. (Chercher sous "Sendungen" l'émission "Club")
Voilà comment l'émission est annoncé sur le site:
  

Bonjour, Grüezi, Hello? - Verstehen Sie Schweizerisch?

Der Genfer Nationalrat Antonio Hodgers will die Mundartsprache ganz in die Privatsphäre verbannen und das Hochdeutsche zur öffentlichen Sprache generell erheben. Das passt vielen Deutschschweizern nicht. Wie wichtig ist die Mundart für die Identität? Muss die einheitliche Landessprache neutral sein und soll gar das Englische - als geläufigste Fremdsprache - zur Amtssprache erhoben werden?

Unter der Leitung von Röbi Koller diskutieren:

Jean-Frédéric Jauslin, Direktor Bundesamt für Kultur BAK
Antonio Hodgers, Nationalrat Grüne/GE
Pedro Lenz, Schriftsteller und Mundartpoet
Peter Rothenbühler, Direktionsmitglied «Edipresse»
Ariane Gigon, Deutschschweiz-Korrespondentin «La Liberté», «Swissinfo»
Iwar Werlen, Sprachwissenschafter Universität Bern

Der Genfer Nationalrat Antonio Hodgers will die Mundartsprache ganz in die Privatsphäre verbannen und das Hochdeutsche zur öffentlichen Sprache generell erheben. Das passt vielen Deutschschweizern nicht. Wie wichtig ist die Mundart für die Identität Muss die einheitliche Landessprache neutral sein und soll gar das Englische - als geläufigste Fremdsprache - zur Amtssprache erhoben werdenUnter der Leitung von Röbi Koller diskutieren ltbgtJean-Fr�d�ric Jauslinlt/bgt, Direktor Bundesamt für Kultur BAKltbgtAntonio Hodgerslt/bgt, Nationalrat Grüne/GEltbgtPedro Lenzlt/bgt, Schriftsteller und MundartpoetltbgtPeter Rothenbühlerlt/bgt, Direktionsmitglied EdipresseltbgtAriane Gigonlt/bgt, Deutschschweiz-Korrespondentin La Libert�, SwissinfoltbgtIwar Werlenlt/bgt, Sprachwissenschafter Universität Bern
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Ausstrahlungen

Dienstag, 27, April 2010, 22.25 Uhr, SF 1
Mittwoch, 28 April 2010, 01.30 Uhr, SF 1
Mittwoch, 28. April 2010,11.00 Uhr, SF info
Donnerstag, 29. April 2010, 04.05 Uhr, SF 1
Donnerstag, 29. April 2010, 12.40 Uhr, SF info
Samstag, 05. Mai 2010, 14.05 Uhr, SF 1

Zitate

Aussagen aus der Sendung

 

Antonio Hodgers

zur Mundart:

"Die Mundart muss offiziell anerkannt werden, damit wir Welschschweizer wissen: Das ist eine Sprache, die wir lernen müssen. Wir sollten uns zudem ein einheitliches Schweizerdeutsch aneignen - und es wäre ideal, wenn wir in der Schweiz einen zweisprachigen Sender wie "Arte" hätten."

 

Jean-Frédérique Jauslin

zur Mehrsprachigkeit:

"Die Mehrsprachigkeit in der Schweiz ist eine riesige Chance. Wir profitieren aber leider nicht von der Möglichkeit, dass wir innerhalb von 20 Minuten in einem anderen Sprachgebiet sein könnten - und die Mundart ist nicht schwieriger zu verstehen und zu lernen, als das Deutsche." Neues Fenster

Pedro Lenz

zum Hochdeutschen:

"Wir haben Komplexe, was das Hochdeutsche anbetrifft. Aber wenn ein Welscher darum bittet, dass man mit ihm Hochdeutsch spricht, ist es eine Frage des Anstands, das auch zu tun. Möglicherweise fällt man dann nach ein paar Minuten kurzfristig wieder in die Mundart zurück - das kann passieren." Neues Fenster

Ariane Gigon

zum Erlernen einer Sprache:

"Die Schweizer sind stolz auf ihr spezielles Hochdeutsch. Ich selbst habe Kurse besucht, um Hemmungen, Deutsch zu sprechen, abzubauen. Es geht doch auch darum, Land und Leute kennen zu lernen sowie den anderen zu entdecken. Da gehört die Sprache dazu." Neues Fenster

Peter Rothenbühler

zur Verbesserung der Kommunikation:

"Deutsch zu lernen ist sehr schwer. Ich glaube, dass wir deshalb die früheren Gepflogenheiten wieder aufnehmen sollten. Das heisst für die Welschschweizer, dass sie ein Zürich-Jahr oder ein Basel-Jahr einschalten sollten. Die Deutschschweizer sollten im Gegenzug wieder ein Welschland-Jahr machen. Das würde die Kommunikation verbessern." Neues Fenster

Iwar Werlen

zum Erlernen der Mundart:

"Viele meinen, Mundart könne man nur, wenn man sie mit der Muttermilch eingesogen hat. Das stimmt nicht. Zwar gibt es kaum Lehrmittel für die Mundart, aber man kann einen Dialekt auch durch das Hören und Sprechen erlernen. Generell sollten wir in der gemeinsamen Kommunikation jeweils die Sprache verwenden, welche der jeweiligen Situation angemessen ist."

Deutschschweizer- Volk ohne Sprache

 

Deutschschweizer – Volk ohne Sprache

Für den grünen Nationalrat Antonio Hodgers ist der Vormarsch der Dialekte in der deutschen Schweiz zum nationalen Problem geworden. Der Genfer ist vorübergehend nach Bern gezogen, um sein Deutsch aufzubessern, stellte aber fest, dass man zwar leicht über den Röstigraben springen kann, gleich dahinter aber auf eine hermetische Dialektbarriere stösst. Hochdeutsch sprechen die Berner mit den Welschen nur aus Höflichkeit, aber meist nur fünf Minuten. Bärndütsch versteht ein Genfer nicht, trotz sieben Jahren Deutschunterricht.

Antonio Hodgers meint, man müsse zum besseren Verständnis unter Eidgenossen eventuell eine einzige Sprache zur allgemein gültigen Landessprache machen, Schweizerdeutsch, Romanisch ( !) oder Englisch. Oder die Deutschschweizer müssten Schwyzertütsch auf die Privatsphäre reduzieren und im öffentlichen Bereich nur noch Hochdeutsch sprechen.  Man sollte über das Problem sprechen, « solange wir uns noch verstehen in der Schweiz », schreibt Hodgers in einem in der NZZ am Sonntag publizierten Text, der grosse Wellen warf, vor allem in der Westschweiz, wo tatsächlich viele Menschen seine Frustration teilen.

Ich kann ihm nur antworten : wer auf nationaler Ebene reüssieren will, muss heute Deutsch UND Schweizerdeutsch verstehen.  Die jüngst erhobene Forderung der Walliser Jungliberalen, vermehrt Sprachaufenthalte im andern Landesteil zu organisieren, kann man nur voll unterstützen. Jeder junge Westschweizer sollte mehrer Monate in der deutschen Schweiz verbringen. Es ist völlig illusorisch, von der Mehrheit zu fordern, vermehrt  Hochdeutsch zu sprechen, nur um den Westschweizern oder Ausländern einen Gefallen zu erweisen.

Trotzdem, meine ich, sollten die Deutschschweizer ihr Verhältnis zur deutschen Sprache ernsthaft überprüfen. Aus eigenem Interesse. Sie werden nämlich langsam zum Volk ohne  Sprache.  Sie sprechen Dialekte, die sprachlich verwildert sind. Und sie vernachlässigen sträflich den Gebrauch ihrer Schriftsprache. 

Zum Dialekt : Was in Frankreich oder Deutschland als Privatsache betrachtet wird, als Intim- oder Babysprache für den familiären Gebrauch, wird in der deutschen Schweiz regelrecht  gefördert,  auch im öffentlichen Bereich. Die elektronischen SRG-Medien, die sich «Idée Suisse» nennen, aber nichts tun für diese Idee, tragen massiv zur Erhaltung des sprachlichen Réduitdenkens bei : in Nachäffung der privaten lokalen Konkurrenz, wo der Dialekt noch Sinn macht, pflegen sie immer mehr die Dialekte. In mehr als 60 Prozent der Informationssendungen – selbst beim für Touristen so wichtigen Wetter - wird Dialekt gesprochen.

Aber was für Dialekte ? Ein Chuderwälsch, ein fehlerhaftes Mischmasch, das weit entfernt ist von einer richtigen Sprache, amüsant zum Zuhören für gebildete Menschen (mit Humor), aber unverständlich – und vor allem nicht lernbar - für Welsche.  Bei der Zürcher Jugend macht sich zurzeit ein Dialekt breit, den man Zürialbanisch nennen könnte. Er besteht aus einem beschränkten Züritütsch-Vokabular und imitiert in Rythmus und Betonung  « voll krass » die balkanischen Sprachen.  

Die gleiche Jugend lernt in der Schule brav Hochdeutsch, wendet die Sprache aber später nie mehr an. Sie schreibt ihre SMS’ in einem Idiom, das es nur auf Handys gibt. Und weil Hochdeutsch kaum  gepflegt wird, haben selbst Erwachsene Mühe mit dem mündlichen Ausdruck. Kürzlich habe ich einer Präsentation beigewohnt, wo ein Zürcher Kadermann etwas auf Hochdeutsch erklären musste. Er fiel jeweils nach wenigen Worten in den Dialekt zurück.   

Niemand will die Dialekte abschaffen, sie sind gemütlich, heimelig und für den Hausgebrauch praktisch. Das Problem sind nicht die Dialekte. Das Problem ist die Unfähigkeit der Deutschschweizer, Hochdeutsch zu sprechen, die auf einer tiefen Abneigung gegenüber dem Hochdeutschen beruht. Viele sehen darin eine Nachwirkung vom letzten Weltkrieg : Hochdeutsch war die Sprache der Nazis. Aber es war noch länger die Sprache von Goethe und Schiller… Die innere Ablehnung der deutschen Sprache hat heute etwas Pathologisches, das eigentlich nach kollektiver Therapie ruft.

Helfen könnte vielleicht eine voluntaristische Sprachpolitik des Bundes, die, wie es Antonio Hodgers vorschlägt, eine klare Grenze zieht : Dialektgebrauch fürs Private, den Stammtisch und die Folklore, Hochdeutsch für Schulen, Parlamente, Informationssendungen und überall dort, wo man nicht demonstrativ «en famille» bleiben will.

Eine gezielte Förderung des Gebrauchs der deutschen Sprache (der richtigen!) würde allen nützen, den Deutschschweizern wie den sprachlichen Minderheiten. Wenn nichts geschieht, heisst unsere erste Landessprache schon bald Englisch. Die kommt dann von selbst ins Haus, ohne Sprachpolitik. Wäre krass. Aber why not? Lieber Englisch als gar keine richtige Sprache.

Peter Rothenbühler

Texte paru dans NZZ am Sonntag, édition du 18 avril 2010

 

     

26/04/2010

Schwyzerdütsch

Schwyzerdütsch pour tous

 Les Romands devraient-ils apprendre le Schwyzerdütsch à l’école? La question est régulièrement relancée. Après avoir appris l’allemand à l’école, les Romands sont frustrés quand ils arrivent à Zurich et que tout le monde y parle le dialecte. Que faire? Je pense qu’il faut inciter les Alémaniques à s’exprimer en bon allemand en présence de Romands. Seulement, voilà, la fameuse diglossie (maîtrise de deux langues allemandes) est en train de se transformer en mythe: la plupart des Alémaniques ne savent plus s’exprimer en bon allemand, même des gens cultivés! Quant à apprendre le Schwyzerdütsch, cela doit se faire sur place, dans la rue, à Zurich ou à Berne, et non pas à l’école. Le Schwyzerdütsch n’est pas une langue codifiée, ce sont 30 dialectes différents qui se mélangent. Le vrai problème linguistique de la Suisse d’aujourd’hui, c’est l’incapacité de la majorité alémanique à pratiquer et ainsi à cultiver correctement la première langue nationale, l’allemand.

Hypocrisie

Hypocrisie

 Arrêtez de tirer sur Ribéry! Et ne faites pas comme s’il s’était passé quelque chose d’absolument extraordinaire dans ce bordel des Champs-Elysées où des footballeurs se sont amusés avec des prostituées. Si l’une d’elles n’avait que 17 ans, c’est une affaire à régler avec le patron de l’établissement, pas avec les clients. Il est tout à fait dans les habitudes des équipes sportives de faire venir des filles (groupies, call-girls ou autres) à l’hôtel pour fêter une victoire. Et alors? Ça se fait depuis la nuit des temps. Et cela se fera toujours. Mais probablement qu’à l’avenir les millionnaires du foot vont s’assurer d’un service de protection plus efficace.

Miracle Sophia Loren

Le miracle Sophia Loren

 Pas une ride, la belle Sophia Loren. Des jambes parfaites. Un décolleté de jeune fille. Même les oreilles sont juste parfaites. Un véritable choc, ces photos de la «diva assoluta» publiées cette semaine par Paris Match , pour qui Mme Ponti Loren reste «LA» grande star du cinéma italien. Je me permets juste de rappeler qu’elle a 75 ans et quelques rides de plus que la belle Monica Bellucci, par exemple. Mais, voilà, la photo digitale permet d’enlever 50 ans à une vedette – et de mentir en photo. Faut-il se plaindre que les stars se servent de ce dopage visuel? Je ne sais pas. Mais elles, elles ne doivent plus se plaindre des paparazzi. Ces photographes font aujourd’hui ce que Paris Match faisait autrefois: montrer la réalité. Le «vrai visage» des grands de ce monde. Enfin, il faudrait encore qu’ils réussissent à les identifier dans la rue. Pas facile, avec ces photos-là. Prenons la Loren: si vous voyez une petite vieille très élégante héler un taxi avec sa canne dans les rues de Genève et qu’il vous semble qu’elle pourrait être la grand-mère de Sophia Loren, détrompez-vous: c’est elle-même!

 

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