22/07/2010

Lieber Sepp Blatter

Lieber Sepp Blatter

Wenn ich an Sie denke, sag ich mir, dass wir schon ein seltsames Völklein sind. Da organisiert und präsidiert ein Schweizer das gigantischste Sportereignis des Jahres, das uns zu emotionellen Höhepunkten gebracht hat. Er bringt die Fussball-WM in Südafrika trotz negativen Prophezeiungen (Chaos, Gewalt und Desorganisation) reibungslos über die Bühne. Und was erntet er nach dem Abpfiff, hier bei uns: Lob und Dank, ja, schon, aber mit angezogener Handbremse.

Ich will jetzt nicht in Stellvertretung für alle anderen in Lobeshymnen ausbrechen. Nur einfach feststellen, dass ich es bei aller Liebe zur Kritik, gerade an Mächtigen, langsam frustrierend finde, wie die Erfolge unserer weltberühmten Cracks fast aus Prinzip eher tief gehängt werden. Diese (protestantische?) Zurück- haltung fällt nicht nur in Ihrem Fall auf: Nehmen Sie den ersten erfolgreichen Nachtflug des Flugzeugs Solar Impulse von Bertrand Piccard und André Boschberg. Das wurde weltweit auf den Titelseiten der grossen Zeitungen als Sensation gefeiert. Bei uns war die Reaktion eher unterkühlt. Besserwisser monierten sogar, Solar Impulse bringe keine neuen Erkenntnisse. Das gleiche ungute Gefühl hatte ich nach dem Tod von Nicolas G. Hayek. Die offiziellen Würdigungen wirkten wie Pflichtübungen. Ich sah ihn kaum auf Titelbildern. Was ist nur los mit uns? Halten wir so wenig von uns, dass wir selbst die Grössten nur klein sehen? Also für die WM haben Sie mein persönliches «Vergelts Gott!» mehr als verdient.

Mit freundlichen Grüssen

Peter Rothenbühler

L'été

Piqûre de rappel

 L’été est un peu chaud, mais sinon la vie est belle. A tous les grincheux qui ne peuvent s’empêcher de se plaindre, je rappelle ce qui s’est passé l’été dernier: nous étions en pleine crise financière, et en plus nos autorités sanitaires nous annonçaient la mort certaine pour octobre! Des millions vont mourir, nous a-t-on dit. A cause de la fameuse grippe H1N1. Vous vous rappelez? Ceux qui y ont cru ont passé un été vraiment pourri. En comparaison, l’été 2010 est cool, cool, cool, malgré la chaleur.

Sarko à la télé

Nicolas Sarkozy

 Vous l’avez vu à la télévision? Ce n’est pas de bon ton de le dire, surtout parmi les journalistes. Mais il a tout simplement été excellent, le président français. D’abord il a pris le risque de se solidariser avec son ministre du Travail, Eric Woerth, en balayant avec aplomb tous les soupçons qui pèsent lui. Faut le faire: Sarkozy a ainsi lié son sort à celui de Woerth! Puis il est passé «aux vrais problèmes du pays» en expliquant avec sérénité et une grande crédibilité les enjeux de la nécessaire réforme des retraites. Sa petite leçon sur le bouclier fiscal, sa comparaison avec les autres Etats européens, tout tenait debout. Faute de pouvoir critiquer l’excellente performance de Sarkozy, les médias s’en sont pris à celui qui était assis en face, le «trop gentil» David Pujadas. C’est petit.

Blatter, ce héros

Blatter, héros du mondial

 Platini à l’hôpital. Et Sepp, son aîné de presque vingt ans, toujours en forme. Incroyable, ce président de la FIFA! Solide comme un roc. C’est lui le vrai héros de la Coupe du monde en Afrique du Sud. C’est lui qui, depuis le début de son engagement à la FIFA, s’est battu pour le football en Afrique. Qui a remué ciel et terre pour que la Coupe puisse avoir lieu là-bas. Que n’a-t-il pas dû entendre sur les dangers et les risques, la violence et les retombées négatives! Et aujourd’hui? L’exercice est une pleine réussite. N’oublions pas quand même que la FIFA a son siège en Suisse et que son président est Suisse, et que, grâce à Sepp Blatter, c’est quand même la Suisse qui a gagné. Et que nous devrions en être fiers.

Les forêts massacrées

Forêts massacrées

 Petits, nous avons appris à aimer et à respecter la forêt. Elle le méritait bien parce qu’elle était aussi respectée par ses propriétaires: je me rappelle comment, dans les Franches-Montagnes, après une coupe, nous nettoyions la forêt et ramassions systématiquement toutes les branches restées par terre pour en faire un immense feu. Or, quand je me promène aujourd’hui dans nos plus belles forêts (le Risoux, par exemple), je suis choqué de voir comment les entreprises d’exploitation massacrent les forêts, défoncent avec leurs énormes machines des anciens chemins pédestres et laissent pourrir d’énormes tas de branches dans le désordre sur place. Ce n’est plus de l’exploitation, c’est du massacre à la tronçonneuse. Je sais que le coût de l’exploitation est aujourd’hui supérieur au produit de la vente du bois. Ce n’est pas une raison pour traiter la forêt avec cette brutalité. Pourquoi les autorités font-elles interdire la circulation motorisée sur les routes de forêt mais n’interviennent pas pour régler la circulation des énormes tracteurs et camions? On devrait exiger une remise en état des sols et le ramassage des branches après chaque coupe de bois.

08/07/2010

Hayek - Picasso der Uhrenwelt

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ABSCHIED
Picasso der Uhrenwelt

VON PETER ROTHENBÜHLER

Er erfand die Swatch und den Smart. Vergangene Woche starb NICOLAS G. HAYEK überraschend in seinem Büro in Biel. Der Uhrenkönig war einer der grossen Unternehmer der Schweiz. Nachruf auf einen Künstler und Querdenker, Rebell und Menschenfänger.

Nie werde ich mein erstes Telefongespräch und mein erstes Rendez-vous mit Nicolas G. Hayek vergessen. Sie gaben mir den Schlüssel zum Verständnis dieser einmaligen Persönlichkeit. «Du musst ihn am Samstagmorgen anrufen», sagte mir ein Freund, «er sitzt zu Hause und telefoniert in der Welt herum.» Es war kurz nach den ersten sensationellen Erfolgen der Swatch in den 80er-Jahren, ich war Chefredaktor und hatte mir vorgenommen, jede Woche mit einem prominenten Schweizer einen Spaziergang zu machen.

«Mit mir können Sie zweimal um den Swimmingpool herumgehen. Mehr gibts nicht. Verstehen Sie?», sagte er ganz leise. Sein Tonfall lag irgendwo zwischen Überdruss und freundlicher Belehrung eines Volltrottels. Dann hat er plötzlich aufgehängt, ohne zu grüssen.

Ich beschwerte mich beim Freund: «Der hat mir einfach das Telefon aufgehängt.» Ich konnte ja damals noch nicht wissen, dass Hayek auch so aufhängen würde, wenn er den Papst am Draht hätte …

Am Samstagabend war ich grad beim Spaghettikochen, da klingelt mein Telefon: «Hayek, ich sei nicht nett gewesen mit Ihnen», brummt er ins Telefon, «tut mir leid. Kommen Sie am Dienstag in mein Büro, um zehn, Dreikönigstrasse, geht das?» Ich kann gerade noch Ja sagen, da hat er schon wieder aufgehängt, ohne Gruss. Was, Hayek entschuldigt sich bei mir, dem jungen Chefredaktor? Sensationell.

In seinem Büro dann «Hayek live». Mein erster Eindruck: Der Mann will dich gewinnen. Und es wird ihm gelingen. Hayek nimmt sich Zeit. Er will wissen, wie es der Familie geht, wer mein Vater sei. Dann erklärt er mir die Uhrenwelt. Liebenswürdig wie ein guter Lehrer. Immer wieder fragt er: «Verschtönnt Si?» Überzeugend, engagiert, charmant. Aber mit seinem Äusseren, mit seiner Körperhaltung signalisiert er noch etwas anderes. Seine Körpersprache sagt: «Ich bin, wie ich bin, und wenn es Ihnen nicht passt, können Sie gehen!»

Das Hemd ist unter der Krawatte aufgeknöpft, die Hemdsärmel unordentlich aufgerollt, die Tabakpfeife in einem seltsamen Täschli, Frisur, Bart und Koteletten der Albtraum jedes Coiffeurs. Dazu trägt er Uhren an jedem Handgelenk, und dann diese dicke Zigarre!

Schlechter Geschmack? Sicher nicht! Als Swatch-Boss musste der Mann täglich ästhetische Entscheide treffen. Nein, es war Verweigerung. Die Rebellion gegen Anpassung. Das können sich vestimentär nur Leute wie Albert Einstein leisten oder Fiat-Retter (Pullover-) Sergio Marchionne. Oder eben Hayek. Die Genies halt. Natürlich wollte er gefallen, aber nicht mit Äusserlichkeiten.

In seinem Büro, wo es von allerlei Souvenirs und Nippes wimmelt, zeichnet er mir die berühmte Pyramide auf eine Wandtafel: ganz oben die schmale Spitze der Luxusuhren, in der Mitte das breitere Segment der Tissot, Certina, Mido, Longines und ganz unten die Masse der Billiguhren, die Swatch. Dieses Fundament sei von den Japanern angegriffen worden, beinahe sei die ganze Pyramide eingestürzt. Und jetzt werde alles anders. Mit der Swatch. Alles Weitere kennen wir, es wurde in den letzten Tagen ausgiebig gewürdigt.

Von einer privaten Reportage wollte Hayek nichts wissen, er sei Berater und Unternehmer und Philosoph, alles andere gehe niemanden etwas an, sagte er mir.

Hayek ist … sorry, ich kann noch nicht sagen «er war». Er hat dieses Unsterbliche der Figuren, die schon zu Lebzeiten eine Legende sind. «Retter der Uhrenindustrie», «Vorzeige-Unternehmer», «Visionär», «Querdenker». Seine Verdienste, seine Qualitäten als Unternehmer sind enorm, er hat grosse Werte geschaffen, die bleiben.

Über den Menschen Hayek kann man sich wunderbar streiten. Und vor allem Anekdoten erzählen. Ein genialer, erfolgreicher, aber schrecklicher Patron sei er gewesen, sagen die einen, «Teile und herrsche» sein Führungsprinzip. Er habe die Leute gegeneinander aufgewiegelt, er habe immer die besten Topmanager vergrätzt, aus Angst vor innerer Konkurrenz. Wenn Sonnenkönig Louis XIV sagte: «L’Etat, c’est moi», dann gilt für Hayek: «Swatch, c’est moi.» Andere sagen, er sei der einzige Chef, der immer für alle da war. Und wieder andere sagen, er war leider zu oft für alles da: Er habe sich in alles eingemischt, alles infrage gestellt, ohne Respekt vor Abläufen.

Einer der vielen Omega-Generaldirektoren erzählte, wie er vom Tennisplatz in Südfrankreich aus anrief, er spiele gerade mit Jean-Paul Belmondo eine Partie, der habe so eine Uhr mit einem zweiten Zifferblatt im Armband, warum man das nicht auch mache.

Der Direktor antwortete ihm freundlich, er sei gerade mitten in einer Sitzung und das Modell hätte man geplant, aber es sei von Hayek selbst verworfen worden. «Dann prüfen Sie es nochmals, Belmondo ist begeistert.» So ging das immer. Die Direktoren mussten nach seiner Pfeife tanzen.

Und antanzen.

Einmal sassen wir zu zweit beim Essen in seinem Büro, er hatte ein grosses, weisses Telefon mit runder Wählscheibe rechts, direkt neben seinem Teller. Ich erzählte ihm nebenbei, dass ein Journalist der Schweizer Illustrierten nicht gerade freundlich empfangen worden sei von einem seiner Generaldirektoren. Hayek nimmt das Telefon, ruft den Direktor an und bittet ihn, sofort herzukommen. Ich flehe ihn an: «Nein, machen Sie das nicht, ich will das nicht, das ist mir peinlich.»

Er hört nicht zu. Der Mann muss zwanzig Kilometer fahren, um in meiner Gegenwart zu hören, dass er die Presse besser behandeln solle. Der Direktor ist noch heute an der Spitze seiner Marke und ein grosser Fan von Hayek.

Handkehrum konnte Hayek Journalisten, die etwas Kritisches über sein Unternehmen schrieben, mit Verachtung und Liebesentzug strafen. Genehme Journalisten wurden direkt durchgestellt, nicht genehme bekamen ihn nicht mehr ans Telefon. Ich war abwechselnd genehm und nicht genehm.

Konnte es anders sein? Hayek war der Motor, das Gewissen, die Firma selbst, mit Leib und Seele, mit der ganzen Familie, mit dem ganzen Vermögen. Er war ein «Papa Poule», ein Löwenvater, einer, der brüllt und zubeisst, wenn seine Meute angegriffen wird. Viele Firmen können von einem solchen Patron, auf den sich die Firma immer verlassen kann, nur träumen.

Eines Tages bestellte Bundeskanzler Gerhard Schröder Hayek nach Berlin ins Kanzleramt, zu einem Vieraugengespräch. Sein Innenminister Otto Schily hatte Hayek in Zürich getroffen und Schröder erzählt: «Den musst du treffen, der wird dir guttun.» Schröder, von Wirtschaftssorgen geplagt, war begeistert: «Endlich mal ein Unternehmer, der einen ganzen Abend lang nicht jammert, ein Lichtblick.» Die beiden haben bis tief in die Nacht zusammen getrunken, philosophiert und Zigarren gepafft.

Hayek war ein grosser Aufsteller. Ein Guru. Er hätte schon mit siebzig nur noch Vorträge halten können, weltweit, aber das interessierte ihn nicht. Er schlug Hunderte von Einladungen aus. Wollte lieber jeden Morgen am Steuer seines eigenen Autos (ohne Chauffeur) von Meisterschwanden in sein Bieler Büro fahren und zum Rechten schauen.

Um ihn richtig zu verstehen, brauchte man nur zu hören, was er von sich selbst sagte: Er fühle sich als Künstler, betrachte die Arbeit als Spiel, wolle sich die Neugier, die Spontanität eines Sechsjährigen bewahren. Picasso war sein Vorbild, nicht Henry Ford. Picasso hat gesagt, ein Künstler brauche viele Lehrjahre, bis er endlich so unbeschwert ans Werk gehen könne wie ein Sechsjähriger.

Hayek wollte der Picasso der Uhrenindustrie sein. Er ist es geworden. Wie viele Bücher gab es doch über Picasso, geschrieben von enttäuschten Frauen, die sich über den schwierigen, egozentrischen Charakterkopf ausgelassen haben? Viele. Aber sie sind heute vergessen. Inzwischen gilt Picasso als Heiliger, sein Werk als das Grösste.

Interviews mit Picasso konnten turbulent verlaufen, Interviews mit Hayek verliefen immer turbulent: «Noch so eine Frage, und ich schmeisse Sie raus!» Oder: «Wenn der Fotograf nicht sofort aufhört, nehme ich ihm die Kamera weg!» Junge Journalisten, die ihn zum ersten Mal erlebten, sind jeweils fürchterlich erschrocken. Doch es war halb so schlimm. Hayek war auch ein Spieler. Er spielte gerne den empörten, grummeligen Hayek. Aber regte sich sofort wieder ab. «Vergiss es!», sagte er, und es war vergessen.

Einmal lud er mich in sein Haus am Cap d’Antibes in Südfrankreich ein. Der Berater wollte meinen Rat, er fragte mich drei Stunden lang aus, bei Tee und Feingebäck. Kein Spaziergang um den Swimmingpool, nur reden. Ich weiss noch heute nicht, was er genau wollte.

Dort lernte ich auch seine Frau Marianne kennen, eine herzliche, aufmerksame, grosse, energische Frau, die immer gut zu ihrem Nicolas schaute. Bei ihr stimmt der Spruch «Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau».

Frau Hayek ist stark.

Ihr darf man jetzt ein grosses Dankeschön sagen. Denn sie hat den Mann, der die Uhrenindustrie gerettet hat, entdeckt, geheiratet, in die Schweiz gebracht und privat gecoacht. Sie hat alle heutigen Swatch-Group-Chefs auf die Welt gestellt oder aufgezogen, Sohn Nicolas, Tochter Nayla und Enkel Marc. Ihnen hat sie die Stärke vermittelt, im Schatten eines überlebensgrossen Vaters und Grossvaters ohne Komplexe aufzuwachsen. Papa Swatch ist tot. Lang leben Mama Swatch und ihre Kinder und Kindeskinder!

Der Journalist Peter Rothenbühler war Chefredaktor von «SonntagsBlick», «Schweizer Illustrierte» und «Le Matin». Er gehört heute zur Direktion von Edipresse SA in Lausanne. Er hat Nicolas G. Hayek seit der Lancierung der Swatch regelmässig getroffen, in Zürich, in Biel und in Südfrankreich.

Sacré Hayek

Hayek

 Et un beau jour d’été, le voilà qui s’envole depuis son bureau. Le choc. Et tout de suite une pensée positive: sacré Hayek, il a encore réussi! On disait qu’il restera jusqu’à sa mort, on murmurait que celui-là, il mourra dans son bureau. Lui-même se voyait disparaître ainsi. On se dit: finalement, c’est ainsi qu’on aimerait tous mourir. L’homme est devenu légende de son vivant, la mort ne change rien à son rayonnement. Au contraire. C’est comme s’il était encore là, grâce à son œuvre, à ses enfants. Qui lui ressemblent. Et qu’il a si bien préparés à prendre la relève. Hayek restera dans nos mémoires comme le sauveur de l’horlogerie suisse, comme le visionnaire de génie, mais surtout comme un homme qui ne faisait jamais comme les autres. Un entrepreneur rebelle, quoi. C’est rare.

Peinture fraiche

Caricature

 Alors que le pays s’inquiète des divisions graves, du manque de communication, des indiscrétions au sein du Conseil fédéral, celui-ci, peinard, pose devant les photographes en produisant «ensemble» et «en équipe» un «acte créatif collectif». Les sept Sages ont donc peint «ensemble» un tableau raté. Bravo! Faut-il les encourager à continuer, comme on le fait dans certains établissements spécialisés où les pensionnaires se prêtent aussi à ce genre d’exercices? Ou faut-il comprendre cette démonstration comme un acte d’autodérision? «Maman» Leuthard a bien précisé qu’il ne s’agissait pas de «thérapie par la peinture» (bien que ça lui ressemblât). Pardon, moi, je ne comprends plus rien. Mais plus je regarde les sept devant leur tableau, avec leur sourire béat, plus je me dis que c’est le caricaturiste Raymond Burki qui a suggéré l’idée à Doris. C’est la première caricature vivante du Conseil fédéral.

Woerth-Sarkozy

je te tiens…

 Petite question au sujet de l’affaire Bettencourt, devenue l’affaire Woerth: pourquoi Nicolas Sarkozy ne peut-il pas laisser tomber son ministre du Travail, qui fut aussi son ministre du Budget? Ce «Monsieur Propre» qui faisait de l’évasion fiscale son cheval de bataille, dénonçait la Suisse comme principal coupable et menaçait de se servir de la liste des 3000 clients français de la HSBC Private Bank (Suisse) volée par Hervé Falciani? La réponse paraît assez simple: c’est l’homme qui en sait trop. Par exemple sur des personnalités haut placées qui ont des comptes en Suisse et ne figurent pas sur la liste de Falciani. Blessé, il pourrait devenir dangereux pour certains.

Photographie

Lecture d’été

 Charles-Henri Favrod, le créateur du Musée de l’Elysée, sait tout sur la photographie. Favrod, c’est la mémoire de la photo, la photo de la photo. Quelle chance qu’il livre aujourd’hui son savoir et ses expériences, ses rencontres avec les meilleurs photographes du monde, ses pensées sur le rôle que joue la photo dans notre société dans une interview fleuve avec le journaliste Christophe Fovanna (grand connaisseur, lui aussi). Si vous vous intéressez à l’histoire de l’art, de la photographie ou à l’histoire tout court, lisez leur livre, «Comme dans un miroir» (Infolio, 414 pages). C’est une merveille.

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