30/11/2010 11:17 Publié dans Mailbox (ma chronique dans la SonntagsZeitung) | Lien permanent | Commentaires (1)

Lieber Felix Gmür

Lieber Felix Gmür,

Da sieht man, wie es herauskommt, wenn nicht Rom allein entscheidet : das Domkapitel wählt einen jungen Bischof, der allen gefällt. Keinen traurigen Theologe mit gebeugtem Haupt, keinen versauerten Jurassier im AHV-Alter, keinen Fundi aus Vaduz, nein, einen munteren, jungen Lozärner Fasnächtler mit Schalk, einen, der dafür sorgt, dass wieder mal Freude herrscht im Schweizer Katholizismus. Ich kenne ein paar Protestanten, die erblasst sind vor Neid, als Sie Ihr Foto in den Zeitungen sahen : diese Publizität ! Diese Interviews.  Wenn der neue Präsident einer reformierten Synode ernannt wird, reichts grad für eine Viertelseite, haben die gemurmelt. Aber Luther und Zwingli haben eben das Zeitalter McLuhans nicht kommen sehen : the medium is the message. In der Pracht liegt die Macht der Kirche Roms. Diese Kardinäle zum Beispiel, kürzlich in Rom, mit ihren wunderbaren roten Roben, stellen Sie sich mal vor, die Greise hätten sich im grauen Zweireiher in einem Kongresszentrum zur Diplomübergabe getroffen, da hätte kein Hahn danach geschreit. Zum Glück ist der Papst immer noch gegen die Frauenordination und die Aufhebung des Zölibats. Stellen Sie sich mal vor, eine Christa Rigozzi oder eine Paola Felix könnten Bischof oder Kardinal werden. Da wäret Ihr Katholiken nicht mehr weit entfernt von der einen, allgemeingültigen Kirche, die Ihr Chef anstrebt. Aber das gefällt mir eben an Leuten wie Ihnen : Sie geben sich modern, bleiben dabei aber stockkonservativ. Bitte so weitermachen, gell!   

 

Herzlich

 

Peter Rothenbühler

Commentaires

Cher Monsieur Rothenbühler
Vos commentaires sont souvent excellents. Je ne vous écrit pas à cause de ça. Un dnommé Simon Koch, "journaliste" au Matin commence par m'échauffer les oreilles. Qu'il soit socialiste, c'est son droit et je le respecte. Mais, mais ce Monsieur est un peu la Masters Voice du PS et il met le paquet! Je ne pense pas que c'est dans l'esprit du Matin. Je ne vois pas en quoi il interview le Prof Balois, ancien membre du POCH, actuellement chez Basta apporte journalistiquement quoi que soit. Andreas Gross est un enfant de coeur face à lui. Le minimum serait d'informer le lecteur sur le bonhomme, le "spécialistes des riches". Concernant le Blog, c'est la STASI. Je n'attend pas que l'on parle ni de l'UDC nis de Monsieur Blocher, je suis moi même "apolitique". Je m'étonne que la presse romande n'ayent pas dit un mot sur l'attaques de deux bureaux de votes et de la destruction des bulletins, Habituel dans les pays du tiers monde!
Merci pour votre temps

Écrit par : Müller | 03/12/2010

Les commentaires sont fermés.