27/02/2011 15:20 Publié dans Mailbox (ma chronique dans la SonntagsZeitung) | Lien permanent | Commentaires (1)

Liebe Wintersportorte,

Liebe Wintersportorte,

Der liebe Gott hat wieder mal Erbarmen gehabt mit Euch. Er lässt es schneien.  Eigentlich hätte er euch mit vier Monaten Schneeentzug strafen sollen. Denn ihr habt diesen Winter Millionen verloren, nur weil ihr zu geizig seid, ein paar Franken in Marketing und Kommunikation zu investieren. Sorry, aber als grosser Fan des Skisports ärgert mich Eure Passivität. Am Radio höre ich dauernd Tourismusverantwortliche optimistische Rückmeldungen geben :  alles paletti mit dieser Wintersaison. Dabei ist doch die knallharte Wahrheit die, dass viele Touristen einfach ausgebleiben sind. Und zwar nur, weil sie schlicht nicht wussten, wie’s bei euch oben aussieht. Die hörten und sahen und lasen nur, was die Medien an Bad News verbreiteten. Schlittler sterben zuhauf, die Pisten sind grün oder gefährlich beinhart, die Kurorte setzen schon auf Sommersportarten! Auch ich hätte die Lage so gesehen, wäre ich nicht schon x-mal  in die Berge gefahren, um die fast menschenleeren, Pisten zu geniessen. Es hat Schnee in den Bergen, gopf, immer gehabt! Warum, um Himmelswillen, habt ihr nicht schon längst eine schnelle Werbekampagne geschaltet, die allen die Augen  öffnet. Warum pickelt Tourismus Schweiz dauernd an Chinesen herum, ist aber nicht in der Lage, eine Feuerwehrübung für die Wintersportorte loszutreten ?  Geiz allein kann es nicht sein. Ist es die Unfähigkeit, mal gemeinsam etwas starkes zu unternehmen ? Weil jeder schadenfreudig denkt, dem andern geht’s sicher noch schlechter?

Herzlich

Peter Rothenbühler

Commentaires

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Écrit par : jocuri gratis | 02/03/2011

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