16/11/2011 08:56 Publié dans Mailbox (ma chronique dans la SonntagsZeitung) | Lien permanent | Commentaires (0)

Liebes Connyland

Liebes Connyland in Lipperswil,

An Eurer Stelle würde ich die Winterpause nutzen, um die restlichen Delfine zu verkaufen und eine neue Hauptattraktion aufzubauen. Delfin-Shows sind definitiv out.  Ihr habt so oft Innovationswillen bewiesen, jetzt muss es wieder sein. Der Direktor eines grossen Vergnügungsparkes hat es schon vor Jahren gesagt : Macht nichts mit Tieren, das ist vorbei ! Oder dann nur mit zweibeinigen, würde ich beifügen, mit Mäusen und Enten wie bei Disney, das ist erst noch billiger, die essen  nämlich nur Big Mac. Wie war ich überrascht, dass bei der Bambi-Show (wo noch nie ein echtes Bambi auftrat, übrigens)  letzten Donnerstag Richard O’Barry, der glaubwürigste aller Delfinarium-Gegner plötzlich vom Conny-Land sprach.  Er, der  früher selbst Dresseur des berühmten « Flipper » war und einsehen musste, dass der lachende Delfin eine optimistische Täuschung ist und die putzige Show für Kinder eine Tierquälerei erster Güte, ruft nun zum Boykott Ihres Parks auf. Vor Millionenpublikum. Da könnt ihr jetzt noch hundert Tierärzet ankarren, die das Gegenteil behaupten, der Zug ist abgefahren. Macht bitte aus dem Connyland nicht eine Zielscheibe für Tierfreunde. Und bitte, erzählen Sie nicht mehr, eine Techno-Show 50 Meter neben dem Bassin sei für  empfindliche Delfine kein Problem.  Ich bin kein Delfin, aber mir pfeifen die Ohren schon, wenn ich nur schon ein Plakat für eine solche Show sehe. Nur kann ich im Gegensatz zu Delfin « Shadow » selig ins Auto sitzen und einfach in den Wald fahren. 

Herzlich    

Peter Rothenbühler

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