12/12/2011 11:25 Publié dans Chronique Le Matin Dimanche | Lien permanent | Commentaires (0)

Toni Brunner

Cher Toni Brunner,

Vous êtes en danger. Quand on tarde de s’émanciper de son parrain politique, on finit toujours par payer ses dettes. Quand cette conquête du deuxième siège au Conseil fédéral, ce casting show du genre «l’UDC a des talents» tournera encore plus mal, c’est-à-dire à un résultat «zéro point», c’est vous qui porterez le chapeau de l’échec. C’est sûr.

Alors que c’était certainement l’idée de votre «conseiller stratégique» de 71 ans, de faire remonter sur scène toutes ces vieilles gloires recalées autrefois, un spectacle qui ressemble aux séries B policières américaines, où chaque nouvel acteur porte les stigmates de celui qui va se faire flinguer – si possible par ses propres camarades. Je me demande ce que ce jeu du massacre peut bien cacher.

Admettons que vous ayez des qualités de Machiavel, je dirais que pour vous, personnellement, quelques années sans deuxième siège au Conseil fédéral, ne seraient pas si mal que ça: l’UDC pourrait faire un maximum de foin, se régénérer dans le bain de l’opposition, et vous, le jeune Toni pourriez vous mettre dans les starting-blocks pour lancer, le moment venu, votre propre candidature, comme le représentant de la nouvelle génération, le réformateur d’un parti sclérosé. Si toutefois vous ne tombez pas avant, avec votre parrain.

Cordialement, Peter Rothenbühler

Général Guisan Romand du siècle

 

Romand du siècle....

PALMARÈS C’était à prévoir: quand on fait élire le Romand du siècle par le public du samedi soir de la Télévision romande (que des vieux!), il y a neuf chances sur dix qu’ils votent pour le général Guisan. Qui le mérite, évidemment. Mais imaginez qu’on ait cherché le Suisse du siècle. Guisan aurait eu beaucoup de peine à devancer Gottlieb Duttweiler, Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch et d’autres. C’est ainsi: quand on organise des concours de province on obtient des résultats de province.

Lieber Vitus Huonder

Lieber Vitus Huonder

Schön, wie Sie uns immer wieder daran erinnern, dass es auch hierzulande religiöse Fundis gibt, die dem Staat ihre moralischen Vorstellungen aufpfropfen möchten. Und nicht nur bei den retardierten Beduinenvölkern. Auch Ihr Emirat, eh, Bistum Chur, schockiert regelmässig mit unzeitgemässen Bannstrahlen. Und erst noch zu Eurem Lieblingsthema, dem Sex, bei dem die Kirche ja eine optimale Glaubwürdigkeit hat. Bei aller Verbohrtheit, die Ihnen Ihre Gegner vorwerfen, sind Sie hochmodern, schiessen Ihre Missiven im dominikalen Auditorium maximum, den Sonntagsblättern, ab und nicht vor leeren Kirchenbänken. Ich frage mich nur, ob Ihnen bewusst ist, dass Sie eine Art Spiegelbild der radikalen Muslime abgeben, wenn Sie zum Beispiel ein «Widerstandsrecht» gegen Schulprogramme fordern, die den religiösen Vorstellungen der Eltern nicht entsprechen. Genau das wollen auch jene Muslime, die ihre Töchter von Turnunterricht und Schwimmen dispensieren möchten. Nun will ich Sie aber keineswegs entmutigen. Von mir aus können Sie noch mehr Gothika auffahren. Warum nicht im «Club» die Stigmata an Ihren Händen vorzeigen oder Vital-Huonder-Abziehbildli und -figürchen auf den Markt werfen? Genau so, wies die «Diener des Leidens» aus der Gefolgschaft von Padre Pio in Italien tun. Zu denen ja fast all Ihre direkten Mitarbeiter gehören. Im Zeitalter von Heavy Metal dürfte Heavy Glauben auch sein Publikum finden. Darum nur weiter so! Es belebt die Konkurrenz.

Mit freundlichen Grüssen, Peter Rothenbühler

Lieber Vitus Huonder

Lieber Vitus Huonder

Schön, wie Sie uns immer wieder daran erinnern, dass es auch hierzulande religiöse Fundis gibt, die dem Staat ihre moralischen Vorstellungen aufpfropfen möchten. Und nicht nur bei den retardierten Beduinenvölkern. Auch Ihr Emirat, eh, Bistum Chur, schockiert regelmässig mit unzeitgemässen Bannstrahlen. Und erst noch zu Eurem Lieblingsthema, dem Sex, bei dem die Kirche ja eine optimale Glaubwürdigkeit hat. Bei aller Verbohrtheit, die Ihnen Ihre Gegner vorwerfen, sind Sie hochmodern, schiessen Ihre Missiven im dominikalen Auditorium maximum, den Sonntagsblättern, ab und nicht vor leeren Kirchenbänken. Ich frage mich nur, ob Ihnen bewusst ist, dass Sie eine Art Spiegelbild der radikalen Muslime abgeben, wenn Sie zum Beispiel ein «Widerstandsrecht» gegen Schulprogramme fordern, die den religiösen Vorstellungen der Eltern nicht entsprechen. Genau das wollen auch jene Muslime, die ihre Töchter von Turnunterricht und Schwimmen dispensieren möchten. Nun will ich Sie aber keineswegs entmutigen. Von mir aus können Sie noch mehr Gothika auffahren. Warum nicht im «Club» die Stigmata an Ihren Händen vorzeigen oder Vital-Huonder-Abziehbildli und -figürchen auf den Markt werfen? Genau so, wies die «Diener des Leidens» aus der Gefolgschaft von Padre Pio in Italien tun. Zu denen ja fast all Ihre direkten Mitarbeiter gehören. Im Zeitalter von Heavy Metal dürfte Heavy Glauben auch sein Publikum finden. Darum nur weiter so! Es belebt die Konkurrenz.

Mit freundlichen Grüssen, Peter Rothenbühler