13/02/2012

Lieber Philipp Müller

Lieber Philipp Müller

Schluss jetzt mit sich zieren! Sie sind der ideale FDP-Präsident. Einen Müller, der bei Giacobbo nicht Zweiter macht, das gabs noch nie! Bis zum letzten Sonntag. Wer dem Viktor so frech übers Maul fährt, punktet auch in Elefantenrunden besser als jeder andere. Ich weiss nicht, warum Ihre Partei derart Mühe bekundet mit der Kandidatensuche für Fulvio Pellis Nachfolge. Wenn ich das Anforderungsprofil lese, kommt mir nur Ihr Name in den Sinn: «Einwandfreier Leumund», «wirtschaftliche Unabhängigkeit von Partikularinteressen», «wirksamer Auftritt in den Medien», «Charisma», «guter Stratege» und so weiter. Sie sind finanziell unabhängig, haben keine belastenden Verwaltungsratsmandate, sind nicht mit dem Paradeplatz verbandelt, und die NZZ mag Sie nicht sonderlich. Das sind doch prima Pluspunkte! Politisch verkörpern Sie die Weissgeldstrategie und einen härteren Kurs in der Ausländerpolitik, Sie sprechen Französisch und haben das beste Alter, doch, doch, mit 60 fängt das Leben an, siehe Giacobbo. Zur Auffrischung stehen noch Isabelle Moret aus der Waadt und Christa Markwalder als Vizes startbereit. Schon bald Philipps Angels?

Aber eben, in einer Zeit, wo selbst Linke mit der schlingernden FDP Erbarmen haben müssen, ist es möglich, dass die Partei ihre Chance nicht sieht. Sie haben mal gesagt, als Präsident sei man oft der Blödmann. Macht Ihnen doch nichts aus, oder? Also, seien Sie nicht blöd, Mann, stellen Sie sich!

Mit freundlichen Grüssen

Peter Rothenbühler

«Die NZZ mag Sie nicht sonderlich – einer Ihrer Pluspunkte»

24/01/2012

Liebe Karin Frei

P E T E R R OT H E N B Ü H L E R

Liebe Karin Frei

Ich sah Sie nur ein paar Mal den «Club» moderieren, aber das reicht mir. Ihrer Kollegin Mona Vetsch habe ich auch einmal zugeschaut. Sie ist ein Augenschmaus, aber selbst die fesche Mona bewahrt nicht vor dem Wegzappen, auch bei ihr: nur noch Depro-Stimmung. Ein minderheitliches Betroffenheitsthema pro Monat geht ja. Aber nach «Mama hört Stimmen, Papa trinkt» gleich am nächsten Dienstag «Wenn Menschen spurlos verschwinden» und das im kalten Januar – das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Natürlich ist es leichter, ein Thema aus der Mottenkiste der Dargebotenen Hand zu nehmen, als aktuell zu Schiffskatastrophen oder Rücktritten von Skihelden Leute aufzubieten. Gemütlicher ist das schon – aber nur für Sie. Warum nicht wenigstens einmal pro Monat etwas Erfreuliches, wo der Zuschauer zum Wiederaufstellen nicht zwei starke Care-Drinks braucht? Warum immer Seelen erschüttern und nicht mal das Zwerchfell? Sie wollen offenbar nur Andacht und Geschpürschmi-Stimmung. Vor zwei Wochen haben Sie selbst das brandheisse Thema Hildebrand zu einem oberlangweiligen Leutschenbach-Geplätscher niedermoderiert. Ich nehme an, Sie interviewen nächstens «Menschen, die ins Wasser gehen wollten» und danach «Geschlagene Männer» . . . Sie haben das neue Jahr schon mit dem seltsamen Thema «Lebenshilfe aus dem Übersinnlichen» eingeläutet. Ich dachte, das sei ein Ausrutscher. Aber es scheint Programm zu sein. Ändern Sie bitte den Namen der Sendung: in «Psycho-Club».

Mit freundlichen Grüssen 
Peter Rothenbühler
 

17/01/2012

Lieber Walter Andreas Müller

 

Lieber Walter Andreas Müller,  

Man hat Sie also beim Schweizer Radio und Fernsehen gleich doppelt abgesetzt («Zweierleier» und «Telefon ins Bundeshaus»). Ich finde, das ist ein ausgewachsener Skandal, vor allem die Art, wie dies geschah. Das ist nur noch unanständig. Und verletzend. Per Mail hat Ihnen also «Benissimo»-Regisseur Max Sieber mitgeteilt, dass er Sie nicht mehr brauche. Und die Begründung? Man müsse sparen. Ausgerechnet bei einer Lotterie-Sendung, wo das Geld nur so herumfliegt, dass ich nicht lache. Für Sieber ist offenbar nur wichtig, dass er regelmässig das mittelmässige Ballett unterbringen kann, mit dem er verbandelt ist. Da jammert die ganze Schweiz, dass bei uns jeder, der über Mittelmass hinauswächst, einen Kopf kürzer gemacht wird. Aber betrifft es mal beliebte Komiker wie Sie oder Birgit Steinegger, bleibt die flächendeckende Empörung einfach aus. Sie sind schlicht der beste Politiker-Imitator der deutschen Schweiz. In Frankreich oder Amerika würde Sie das Fernsehen vergolden, damit Sie nicht zur Konkurrenz gehen. Aber die gibts ja bei uns nicht. Die Monopolanstalt kann tun und lassen, was sie will. Ich verstehe gut, dass Sie jetzt links und rechts etwas verbitterte Interviews geben: Es bleibt Ihnen gar nichts anderes übrig, am Ende meinen die Leute sonst noch, Sie seien freiwillig gegangen. Wir, das Publikum, sollten eigentlich eine Demo organisieren: We want WAM! Wenigstens über Facebook. Aber was nützt es? Leutschenbach locuta, causa finita*.

Mit freundlichen Grüssen

Peter Rothenbühler

 

* Leutschenbach hat gesprochen, es ist entschieden

01/01/2012

Liebe Micheline Calmy-Rey

Liebe Micheline Calmy-Rey,

Sie waren in den letzten Jahren meine Lieblingskorrespondentin, auch wenn Sie mir nie zurückgeschrieben haben. Ich konnte mich immer so schön ärgern über Sie. Und wundern. Noch vor zwei Jahren sagte man Ihnen ein Karriere-Ende mit Schrecken voraus. Jetzt, wo Sie durch einen politischen Schluck Tee ersetzt werden, bricht plötzlich so etwas wie Nostalgie aus. War dies die letzte Figur mit Ecken und Kanten im Bundesrat ? Kommt jetzt wieder eine Durststrecke der aussenpolitischen Neuenburger Pendulen à la Aubert- und Felber? Es weinen die Karikaturisten. Und die Kommentatoren finden endlich, doch, doch, die Frau hat’s gebracht, an einem Posten, wo prinzipiell nicht viel auszurichten ist, hat sie einiges bewegt, manchmal sogar im Interesse des Landes. Ihr starkes Auftreten, Ihr Charisma, Ihre Eleganz sind weltweit positiv aufgefallen. Sie sind also dauf und dran, als recht gute Aussenministerin in die Geschichte einzugehen. Wobei vermutlich bei vielen Lobhudlern der leise Wunsch mitschwingt, dass Sie definitiv von der Bildfläche verschwinden, und nicht, wie Sie schon gedroht haben, sich weiter für gewisse Anliegen einsetzen werden (Aerger garantiert !). Ihr Abschied kommt auch in einem Moment, wo eigentlich alle offenen Fragen ihrer Amtszeit geklärt sind, ausser einer natürlich : Wer ist eigentlich Ihr Coiffeur ? Ich gebe zu, dass ich in den letzten Jahren mehrere Reporter auf die Suche geschickt habe, um den Kerl blosszustellen, leider erfolglos. Jetzt gebe ich es auf. Good luck !

Herzlich

 

Peter Rothenbühler

10/01/2011

Lieber Roger de Weck

Lieber Roger de Weck

 

Schade, dass in Ihren sieben Leitlinien für die SRG der wichtigste Punkt fehlt: Die Freiheit der SRG, ihr Programm zu gestalten, ohne sich von den Politikern dreinreden zu lassen. Sie erklären zwar trotzig: «Werbung darf das Angebot nicht bestimmen.» 


Ich frage Sie: Wann haben je VW oder Nestlé das Programm diktiert? Mutiger - aber gefährlicher für Sie - wäre der Satz gewesen: «Parteipräsidenten dürfen das Angebot nicht bestimmen.» Nicht mehr befehlen, wer an der «Arena» teilnehmen darf oder wer diese moderieren soll. Keine Zeitung lässt sich von ihren Inserenten so drangsalieren, wie es Politiker gegenüber der SRG in den letzten Jahren getan haben. Geradezu peinlich, wie dieser Tage wieder Politiker wissen wollten, wie sich die SRG gegenüber einer Kandidatin fürs Radio verhalten soll, die ein Kopftuch trägt.

Keiner hat gesagt: Das ist allein Sache der SRG. Geradezu lustig finde ich, wie Sie - zur Besänftigung aller Politiker - in Ihren Leitlinien betonen, dass bei der SRG (laut Verfassungsauftrag) die Debatten «zu versachlichen» seien. Da müssen Sie aber das Bild abschalten, mein Lieber! Erst das Fernsehen hat ja die Personifizierung, die «leibhaftige» Auseinandersetzung geschaffen, Menschen mit Emotionen in die gute Stube projiziert. Sie wissen so gut wie ich: «Unsachlich» findet ein Politiker eine Sendung immer nur dann, wenn er selbst nicht darin vorkommt. Übrigens: Wenns im Boulevard-Medium TV «zur Sache» geht, ist damit meistens Sex gemeint. Bis auf weiteres, jedenfalls.

Freundliche Grüsse

Peter Rothenbühler

 

Publiziert am 09.01.2011 in der Sonntasgszeitung

 

11/10/2010

Lieber Christoph Blocher

Kolumne

von Peter Rothenbühler

 

Lieber Christoph Blocher

 

Happy Birthday, und weiterhin ein erfolgreiches Leben! Sie feiern am Montag den Siebzigsten, auf Safari in Afrika, mit Ihrer lieben Silvia. Sie wollten keine grossen Feiern. «Vielleicht erst, wenn ich hundert werde», haben Sie im Blocher-TV gesagt. Sie können getrost Ferien machen, denn es läuft ja alles wie am Schnürchen zu Hause. Wer hätte je gedacht, dass ausgerechnet die grösste Schweizer Volkszeitung die Emotionen schüren würde für ein massives Ja zu Ihrer Ausschaffungsinitiative? Wer hätte je gedacht, dass selbst der Gegenvorschlag des Bundesrates zu Ihrer Initiative so radikal daherkommen würde, als wäre er auf Ihrem Mist gewachsen? Und wer hätte gewagt, vorauszusagen, dass die «Schweizer Illustrierte» als einzige Publikation Ihren Siebzigsten mit einer grossen Homestory feiern würde unter dem pathetischen Titel «Mensch Blocher» und der Würdigung als «wichtigster politischer Figur der Schweiz der letzten zwanzig Jahre». Verkehrte Welt, gell!

Ich verstehe, dass Sie jetzt ein bisschen gfürchige Wildnis brauchen, mit echten Raubtieren, die ums Zelt schleichen: Ich meine, für einen Blocher muss es doch hart sein, ausgerechnet von jenen Medien, die ihn jahrelang bitter bekämpft haben, plötzlich als altersmilder Alpöhi der Politik dargestellt zu werden. Nimmt mich nur wunder, wie Sie selbst diese wundersame Wandlung vom Teufel zum Menschen erleben. Aber vielleicht werden Sie ja in Afrika von einem Affen gebissen. Dann ist die Welt wieder in Ordnung! Viel Glück.

Herzlich, Peter Rothenbühler

 

Publiziert am 10.10.2010



25/05/2010

Liebe Nora Illi

Liebe Nora Illi,

Zuerst hielt ich Sie für einen Werbe-Scherz von Kurt Illi (zur Gewinnung saudischer Touristinnen). Aber Ihr Titel «Frauenbeauftragte des Islamischen Zentralrats Schweiz» signalisiert Wichtigeres. Wenn auch nicht viel dahinter steckt, wie man in Muslim- Kreisen erfährt. Die gehen eher auf Distanz: «Konver- titin, Ex-Punk, redet anstelle des Mannes, keine von uns». Aber für ernste Interviews über die Burka sind Sie natürlich die ideale Gesprächspartnerin, inklusive Gaffertest und Fotos. Die Frage ist nur, wem das nützt.

Mit Ihrer schwarzen Niqab – Totalverhüllung mit Augenschlitz – sehen Sie wirklich aus wie das leib- haftige SVP-Plakat. Zufällig sah ich am Tag, als Sie gross in der Zeitung waren, dort auch die Starletts von Cannes, ganz klein. Und fragte mich, was gottgefälliger ist: der Mensch, wie Gott ihn schuf – oder total verhüllt? Feigenblatt oder Niqab? Und dachte: Die Extreme gleichen sich. Wer völlig enthüllt oder völlig verhüllt posiert, tut im Prinzip dasselbe: Er stellt sich zur Schau mit der Absicht, wilde Fantasien zu nähren. In beiden Fällen wird die Frau nicht als Mensch gezeigt, sondern als potenzielle (Sex-)Bombe.

Übrigens: Ich halte Sie für ungefährlich. Als Tochter eines Psychotherapeuten und einer Sozialarbeiterin geht es Ihnen vermutlich eher darum, den Eltern zu missfallen, als Allah zu gefallen. Man nennt das verlängerte pubertäre Krise. Keine Sorge: Das geht vorbei.

Freundliche Grüsse, Peter Rothenbühler

«Es geht eher darum, den Eltern zu missfallen, als Allah zu gefallen»

 

Paru dans "Sonntagszeitung", le 23 mai 2010

14/12/2009

Lieber Georg Kreis

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Nachrichten
Peter Rothenbühler
Lieber Georg Kreis

Peter Rothenbühler

Sie haben das Talent, Dinge auf den Punkt zu bringen. Die Verachtung gewisser Eliten für das «dumme Volk» haben Sie im «Club» mit einem Satz auf die Spitze getrieben: Wenn eine SVP in den Dreissiger- jahren eine Initiative gegen die Juden lanciert hätte, hätte wohl auch eine Mehrheit zugestimmt. (So werden Sie von der NZZ zitiert). Als Präsident der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus sollten Sie wissen, was den Rassisten auszeichnet: Er verdächtigt ohne konkreten Anlass eine Volksgruppe pauschal der schlimmen Tat. Dass man das gar rückwirkend tun kann, ist Ihre persönliche Erfindung. Gratuliere.

Aber Spass beiseite: Was Sie da im Namen der Eidgenossenschaft rausgelassen haben, ist nicht nur eine Beleidigung der SVP, der Sie retrospektiv Antisemitismus unterstellen. Es ist eine Beschimpfung unserer Grosseltern, die sich nicht mehr wehren können. Meine Grossväter, beide einfache Männer des Volkes, mussten kotzen (ja, echt kotzen), wenn sie Hitlers Reden am Radio hörten, und ihren Kollegen – ob links oder rechts – ging es gleich. Hingegen gab es zahlreiche Offiziere, Bundesbeamte, Professoren und andere Leute aus besseren Kreisen, die den Sirenentönen des deutschen Antisemitismus nicht abhold waren. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es – rein soziodemografisch gesehen – die gleichen gehobenen Kreise waren, die heute die Volksmehrheit für dumm und rassistisch verkaufen. Aber es könnte ja sein, nicht wahr, Herr Professor?

Freundliche Grüsse, Peter Rothenbühler

«Was Sie rausgelassen haben, ist eine Beschimpfung unserer Grosseltern»

08/06/2009

Lieber André Reithebuch

Lieber André Reithebuch,

Obschon mir zu Ihrer Person nur faule Sprüche einfallen  wie « ein Buch im Namen erspart eine ganze Bibliothek, hahaha»,finde ich’s überhaupt nicht lustig, dass Sie, der neue Mister Schweiz aus Glarus, nur ein Buch gelesen haben, heute nur Ortstafeln entziffern können und überhaupt nicht daran denken, je schreiben und lesen zu lernen, weil « es Schöneres im Leben » gibt und weil « ein Zimmermann vor allem rechnen können muss ». Ich find’s katastrophal ! Ein Mister Schweiz, der nicht lesen und schreiben kann und unser Land noch im Ausland repräsentieren wird…  Ich kann nur hoffen, dass Sie keinen gültigen Reisepass haben. Ihnen persönlich kann ich nicht mal einen Vorwurf machen : nicht Sie sind der Depp, sondern all die Erzieher, Lehrpersonen,  Jurymitglieder und Mister–Organisatoren, denen Sie durch die Lappen gegangen sind. Uebrigens: Sie haben riesig Schwein, dass Sie nicht eine Frau sind! Nehmen Sie mal an, Sie wären mit Ihrem Bildungsdefizit Miss Schweiz geworden. Von den Medien zerstampft (« schön aber doof ») würden Sie, mit flatternden Nerven müssten Sie heim zu Mami flüchten. Einer Miss Schweiz würde man Illettrismus nie durchlassen. Ihr Fall ist nicht symptomatisch für die heutige Jugend, sondern für  die ungleiche Behandlung von Mann und Frau. Die Miss Schweiz-Wahl ist schon lange kein Blondinenwitz mehr. Die Ex-Missen sind heute Filmstars, Moderatorinnen oder NZZ-Journalistinnen. Die Mister Schweiz-Wahl hingegen ist mit Ihrer Wahl zum Zimmermanns-Witz  verkommen. Schade.

Mit herzlichen Grüssen

Peter Rothenbühler

31/05/2009

Cher Claude Béglé

poste_2.jpgLieber Claude Béglé,

Ich staune, und bin wohl nicht der Einzige. Noch selten hat ein Patron einen derart rasanten Start hingelegt. Sich so schnell zur Kühlerfigur einer riesigen Kiste gemacht. Post-Generaldirektor Ulrich Gygi ? Schon vergessen. Anton Menth, Ihr Vorgänger ? Niemand kennt ihn. Aber Sie, der grossgewachsene Welsche mit der wilden Locke und dem breiten Kiefer (signalisiert starken Willen), sind seit Ihrem Amtsantritt als Post-Präsident «der» neue Liebling der Medien. « Die » grosse Hoffnung der Pöstler. Und darum auch höchst gefährdet. Leute wie Sie braucht das Land. Aber wer einen Laden derart schnell verkörpert und damit alle Vorgänger und sogar den neuen Generaldirektor Michel Kunz vergessen lässt, wer so clever, offen und ohne Zögern kommuniziert, immer alle Türen offen lässt, so viel in der Welt herumgekommen ist und obendrein nicht zum schützenden Berner Sozi-Netzwerk gehört, der zieht Missgunst an. Der wird bei uns z’Bärn beim ersten Fehler ganz brutal runtergeholt. Aber das Schöne ist ja, dass Sie das überhaupt nicht beeindruckt. Sie gehen auf Gegner mit offenem Gesicht und freundlichen Gesten zu, einzig vom Ziel beseelt, dem defizitären Poststellennetz eine Zukunft zu sichern. Ihre Hoffnung, zu diesem Zweck irgendwann doch noch eine Banklizenz für Postfinance zu kriegen, macht Sie zur Gefahr für eine schwer leidende Branche. Endliche eine echte, vertrauenswürdige Volks-Bank, das wäre ja die Revolution! Darum haben Sie viel mehr Feinde, als Sie denken. Ich halte Ihnen darum beide Daumen.

Herzlich

Peter Rothenbühler

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